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Perfect Pitch: Das SMD Gatewood Cape immer perfekt aufstellen

Der „perfect Pitch“ für das Gatewood Cape scheint eine Wissenschaft für sich zu sein. Warum ist es so schwer, das Gatewood Cape perfekt aufzustellen? Und wie schafft man es besser?

Mehrere meiner Outdoor-Freunde haben ein Gatewood Cape. Alle eint, dass es schwierig zu sein scheint, das Teil „perfekt“ aufzustellen.

Wie äußert sich das Problem?

  • Ein schlecht aufgestelltes Gatewood Cape wirft Falten.

  • Eine Kante spannt stark nach unten durch, die andere lässt sich nicht richtig spannen.
  • Kopf- und Fußende liegen zu niedrig. Der Schlafsack wird durch Kontakt feucht.
  • Bei Verwendung des Serenity-Innenzeltes stehen dessen Seitenwände nicht aufrecht; Außen- und Innenzelt berühren sich an einer oder mehreren Stellen.
  • Auf unebenem Untergrund (Buckelwiesen) ist der saubere Aufbau nahezu unmöglich.

Warum ist es so schwierig, das Gatewood Cape richtig aufzustellen?

Das Gatewood Cape ist eine Halbpyramide und hat somit eine starre Geometrie. Jede Ecke ist in gerader Linie mit der Spitze und den Nachbarecken verbunden. Die ganze Form kann prinzipiell nur über die Gestängespitze geschwenkt werden.

Es ist nicht möglich, eine Ecke weiter weg oder tiefer zu spannen, ohne alle anderen Ecken zu versetzen. Ab Hersteller sind an den Abspannpunkten jedoch nur kurze Schlaufen. Darum kann man die Heringe nicht einfach so versetzen, wie erforderlich wäre, z.B. weil ein Stein im Weg ist. Und schon ist die gesamte Zeltgeometrie aus dem Lot.

Wie kann man das Problem lösen?

  • Sicheres Bestimmen der Eckpunkte: Bei einem Kuppelzelt ist der perfekte Aufbau viel leichter, weil der Boden des Innenzeltes die Eckpunkte exakt vorgibt. Diese Überlegung kann man sich auf beim Gatewood Cape zu Nutze machen, indem man das Zelt vom Innenzelt her aufbaut.

  • Höher aufbauen: Das gibt dem Innenzelt generell mehr Raum, erfordert aber längere Abspannleinen.

Beide Überlegungen zusammen genommen führten zu folgendem Umbau:

  • Leinen am Innenzelt: Je 1 Meter Dyneema-Leine an allen fünf Karabinern des Innenzeltes.

  • Mini-LineLocks statt einfacher Schlaufen: Am Cape habe ich die fünf Abspannschlaufen geöffnet und kleine LineLocks eingenäht. Diese stören nicht beim Gebrauch des Capes als Regenponcho, nehmen aber beim Gebrauch als Zelt die vom Innenzelt kommenden Dyneema-Leinen auf.

  • Eine ca. 15 cm große Verlängerungsschlaufe an der Firstaufhängung für das Innenzelt, um die größere Aufstellhöhe zum Innenzelt auszugeleichen.
  • Eine kurze, vorne an der Innenzeltmitte eingeknotete Schlaufe, um das Innenzelt unten am Stockgriff fixieren zu können. (Nicht erforderlich, wenn eine normale Zeltstange verwendet wird, die in die vorhandene Bodenöse passt.)
  • Austausch der Frontleine gegen eine 1 Meter längere Dyneema-Leine.

Wie baue ich das Gatewood Cape mit Serenity-Innenzelt dann auf?

In meinem Video zeige ich, wie leicht das Gatewood Cape mit den beschriebenen Modifikationen sauber aufgestellt werden kann.

Folgende Punkte sind darüber hinaus erwähnenswert:

  • Der Trekkingstock sollte nicht senkrecht stehen, sondern leicht schräg. Mit dem unteren Ende erhält das Nest seine Querspannung und kann leicht unter dem Cape zentriert werden.

  • Durch die weiter außen liegenden Heringe und die längeren Leinen kann man das Außenzelt nun mit Hilfe der LineLocks beliebig schwenken, indem man eine Leine lockert und die gegenüberliegende spannt.

  • Es ist dank der langen Leinen nun sehr einfach, das Gatewood Cape mit Hilfe von Steinen aufzustellen (an Stelle oder zusätzlich zu Heringen). Das ist besonders in den Bergen oder bei starkem Wind sehr hilfreich.
  • Das Einnähen von LineLocks am Gatewood Cape ist nicht erforderlich. Man kann die Dyneemaleinen beim abendlichen Aufbau auch einfach mit einem Slipstek auf die vorhandenen Abspannbändchen binden. Das ist ganz Ihnen überlassen.

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